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Die Terrassen-Saison ist eröffnet!

23.02.2014 14:54

Ja, ganz richtig: heute ist der dreiundzwanzigste Februar. Und ich habe gerade zwei Stunden auf meinem Deckchair auf meiner Terrasse in der Sonne gelegen und gelesen. Zugegeben: ein dickes Shirt und eine Decke waren vonnöten, aber auch die Sonnenbrille. Der Flieder in den Kübeln hat schon dicke Knospen und Rittersporn und Estragon haben beschlossen, dass die Vegetationsperiode angebrochen ist. So lang und hart der Winter im letzten Jahr auch war - in diesem Jahr ist er definitiv vorbei, tschakka!

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"Ich habe den Wein im Keller nicht gefunden!"

17.02.2014 22:51

Ein historisches 6. WeibEss - vollzählig angetreten haben wir Tränen gelacht im vietnamesischen Restaurant SEN am Spittelmarkt. Timmi, Carola, Jana, Heike und ich wollten schnorren und sind mit einem Groupon zum Ente-Essen aufgelaufen. Das Restaurant hat die Größe von zwei ostdeutschen Turnhallen und ist ebenso schneidig ausgeleuchtet. Außer uns lieferten sich zwei männliche Einzelschicksale und eine kleine Dreierrunde eine tödliche Schlacht um die Kellner, die alle halbe Stunde mal wie eine Fata Morgana am Horizont auftauchten, um sogleich wieder - Geistern gleich - zu verschwinden. Auf die Essensfolge konnten wir grouponbedingt nicht viel Einfluss nehmen. Auf zwei klitzekleine Flülingslollen, die nach ca. einer halben Stunde erste Ohnmachtsanfälle wegen Unterzuckerung bekämpfen halfen, folgte eine geschmacksneutrale Ente mit wabbeliger Haut an ungesalzenem Reispamps. Keine Beilagen, nix - niente - nada. Die Bitte um Gemüse wurde freundlich lächelnd benickt, und nach ca. 45 min. kam eine in Scheiben geschnittene Salatgurke auf einem Teller - ungewürzt, ohne jede Schnökel, bar jeder Scham. Mit asiatischem Lächeln geschmückte Erklärung: "Wir essen das nicht mit Gemüse." Übersetzt: Sei froh, dass wir überhaupt Grünzeug haben!

So richtig olympiareif war dann allerdings die Getränkebestellung. Fünf Hardcore-Weintrinker-Weiber studieren die 10 angebotenen Rotweine. Bestellen einen davon. Zwischen Flülingslolle und grüner Gurke, also kurz vorm verdurstenden Dahinscheiden, kommt die Kellnerin mit dem Satz: "Ich habe den Wein im Keller nicht gefunden." Bringt eine halbvolle Flasche gekipptes Essigwasser und eine zweite Flasche - immerhin voll, jedoch unheilverheißend mit Billigschraubverschluss vertüdelt - mit was Rotem drin mit. Wir nehmen die zweite. Aber, so erfahren wir, davon gibt es auch nur noch eine im Keller. Der Keller scheint kurz vor Polen verortet zu sein und - jedenfalls hinsichtlich der Rotweinvorräte - verdammt leer. Wir vermuten, dass die Kellner ihre illegal eingereisten Familien dort untergebracht haben, das würde auch die langen Abwesenheiten erklären. Das Servieren an sich dürfte jedenfalls nicht so lange dauern, denn es gibt ja nix, was kredenzt werden könnte.

Wir studieren die Karte erneut, bestellen vorsorglich - bevor wir ausgetrunken haben - schon mal irgendetwas noch Verschlossenes nach. Aber oh Wunder - nach Äonen des Suchens im Keller: "nicht gefunden". 

Krönender Abschluss: Crème brûlée. Also das wäre diese graubeige, in Stücke geschnittene, geschmacksneutrale Pampe gern mal geworden. 

Ich finde: das war einer der lustigsten Abende seit es das WeibEss gibt, und wir werden auf jeden Fall noch lange darüber reden.

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Vorfrühling in Potsdam

16.02.2014 15:37

Winterlinge, Schneeglöckchen, Krokusse, Gänseblümchen - alles schießt jetzt durch die Erde. Überall zwitschern die Vögel, natürlich seit dem Valentinstag nur noch im Pärchenmodus :-)

Heute bummelte ich bei strahlendem Sonnenschein ein wenig durch Sanssouci und konnte einige meiner Lieblingsecken in dieser vorfrühlingshaften Atmosphäre festhalten.

Klickt Euch einfach durch die Fotosammlung!

Diese dichte Decke von Winterlingen fand ich ganz nahe am Neuen Palais.

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Kausalzusammenhänge - oder nicht?

11.02.2014 18:09

Glauben wir der einschlägigen Massenpresse, treibt uns nichts so sehr um wie die Frage, wie wir volltrunken und mit Dauerorgasmen im perfekten Körper zum Methusalem werden können - ohne dabei unseren Namen zu vergessen. Also ich persönlich denke ja, das eine hängt mit dem anderen ursächlich zusammen. Wer ständig nüchtern aber komplett verfettet durchs Leben schlappt, landet selten in anderer Leute Betten. Und wer nicht mehr weiß, wo er das Gebiss hingetan hat, wird wohl verhungern, bevor er das biblische Alter erreicht hat. Aber schauen wir uns doch die Fragen einmal genauer an:

Stimmt Ihr Gewicht? Was heißt "stimmen"? Laut Duden: den Tatsachen entsprechen. Das heißt, ich steige auf die Waage, die zeigt 105 und ich sage: "Stimmt." Hm. Welche Aussage.

Können Sie 100 Jahre alt werden? Naja, alt werden will jeder, alt sein will aber keiner. Also sollte die Frage doch eher lauten: Wollen Sie wirklich ums Verrecken 100 Jahre alt werden oder nur zu bestimmten Konditionen? Und wenn ja: mit wem verhandelt man die?

Sind Sie sexsüchtig? Tja - wer will das beurteilen? Psychologen? Die haben doch alle einen am Zaun. Rolf Eden? Alice Schwarzer? Da tun sich gleich völlig neue Perspektiven für lustige Diskussionsrunden auf ...

Wie hoch ist Ihr Alzheimer-Risiko? Wozu zum Henker will ich das wissen? Wenn ich erfahre, wie hoch mein Risiko ist, beim nächsten Urlaub mit dem Flieger abzustürzen, könnte ich ja den Zug nehmen. Aber Alzheimer? Soll ich schon mal vorsorglich anfangen, mein Leben auf gelbe Klebezettel zu schreiben?

Wie fit meine Leber ist, weiß ich selbst am besten, schließlich habe ich gefühlte 35 Jahre hart trainiert, um aufs Schlimmste vorbereitet zu sein.

Also: wer hat Lust auf eine Party???

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Ein neues Jahr

31.01.2014 10:39

Eine kleine Spontanparty gestern im Bellini - ich habe mich prächtig amüsiert, natürlich (mindestens :-) einen Coktail zuviel getrunken und eindeutig zuwenig geschlafen heute nacht. Aber die Mischung aus cooler Lounge-Musik, mehr oder weniger guten Getränken, der besten Guacamole, die ich bisher hatte, lustigen "Weißt-Du-noch"-Geschichten (Udo Lohmeyer und die Rache - wundervoll!!!), schweren politischen Disskusionen, dem Wissenszuwachs, dass man Gras "im Loch" rauchen kann aber tunlichst die Finger von laotischem Bier lassen sollte und der Erkenntnis, dass ich mit 49 übernächtigt auch nicht schlimmer aussehe als mit 48 war es wert!

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Joop und ich

18.01.2014 13:11

Joop und ich sind ja ganz dicke. Also sozusagen über Bande. Ich lasse nämlich in derselben Änderungsschneiderei "Aleksandra Nowicka" arbeiten wie er. Da fühle ich mich gleich ein wenig prominent.

Man beachte auch hier die schleichende, friedliche Übernahme Potsdams durch die Russen. So ziemlich alles, was hier mit Service zu tun hat, ist fest in russischer Hand. Nicht, dass ich etwas dagegen hätte - schließlich gehe ich heute  abend zum russichen Abend ins Quendel und demnächst passen mir meine alten Jacken wieder - also wenn ich mich bei Lesjas Pelmeni ein wenig zurückhalte :-)

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Die Uniformität der Individualisten

08.01.2014 21:01

Über die Feiertage war Apple spendabel - 12 Tage lang gab's irgendetwas gratis zum downloaden. Das meiste totaler Nonsens, aber zwei Bücher und zwei Musikteilchen habe ich dann doch gnädig angenommen. Eins davon ein Mitschnitt vom MTV unplugged mit dem jetzt ja sooooooooooooo angesagten Max Herre. Ich kannte den bislang gar nicht. Also dachte ich: "einem geschenkten Herre ..." Und dann habe ich mir das - zugegebenermaßen ganz akzeptable - Video angesehen und musste sowas von kichern. Da stellt der so individuell-witzige Strickmützenträger mit dem wiederentdeckten Bärtchen seine Band vor. Und welch Überraschung: Sie haben alle ein Bärtchen. Und wenn sie keine Strickmütze auf dem Mittdreißigerköpfchen tragen, dann irgend ein Hütchen oder Käppchen oder Schiebermützchen oder zumindest eine 70er-Jahre-inspirierte Woody-Allen-Mähne. Wie einzigartig. Falls Ihr Lust habt mitzulachen, hier ist es (ca. bei 2:30:00):

www.youtube.com/watch?v=I3iLJxPeyfM

Das ist genauso individuell wie Ich-bin-was-besonderes-ich-fahre-Harley-Kuttenträger mit Tattoos, Bart, langem Zopf und Sonnenbrille, Bomberjacke, Zimmermannshose, Basecap, Lederweste, Wallet-Kette.

Es will ja niemand Uniform tragen. Echt nicht.

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"Die Länge eines Films sollte in einem direkten Verhältnis zum Fassungsvermögen der menschlichen Blase stehen." Alfred Hitchcock

02.01.2014 19:35

 

Das einzig Gute an der Wintersaison ist neben der Erfindung der Fußbodenheizung die sprunghaft ansteigende Qualität der Filme, die in die Kinos kommen. Ich habe den Zwangsurlaub zwischen den Jahren genutzt, viel Geld ins "Thalia" und ins "UCI" zu schleppen und habe hier unter der Rubrik "Empfehlungen" meine unmaßgeblichen Kommentare zu den gesehenen Werken abgegeben.

Generell lechzt meine Cineasten-Seele ja nach regelmäßigen Kinobesuchen. Ein Insider sagte mal: "Man geht nicht bloß ins Kino, um sich Filme anzusehen. Man geht vielmehr ins Kino, um mit zweihundert Menschen zu lachen und zu weinen." Da ist was 'dran. Allerdings hat die Bloggerin eine kleine Einschränkung zu dem Thema Menschen um sich herum beim Filmegucken. Wenn links von ihr - wie heute geschehen - ein Paar Mitte 60 Platz nimmt, das dann wirklich - ich schwör! - über den ganzen Film verteilt schön regelmäßig in der Süßigkeitentüte knistert, dann benötigt es übermenschliche Kräfte und ganz viel Yoga, um ruhig zu bleiben. Wenn allerdings dann rechts von ihr - ich schwör! - sich eine Endfuffzigerin mit ihrer Mama in die Sessel drapiert, die Mama wohl seit Night on Earth (1991) nicht mehr im Kino war, sich ganz, ganz dolle darüber freut, dass Töchting mit ihr dieses große Abenteuer wagt und es ein ununterbrochenes Gewisper und Getuschel gibt wie bei den debilsten Teenager-Hühnern, dann kocht die Seele hoch! Aber so was von! Ich war kurz davor! Also: was zu sagen!

Hab ich aber nicht.

Ich freue mich schon auf den nächsten Film - zur Sicherheit mache ich davor noch ein paar Atemübungen.

Ommmmmmmmmm.

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Rückblick - nur ein bisschen

29.12.2013 23:36

 

Wenn in zwei Tagen 2013 endlich zu Ende ist, drücke ich die Daumen, dass es für uns alle besser wird im kommenden Jahr. Dass die echten Katastrophen mal für eine Weile ausbleiben. Dass die guten Neuigkeiten die schlechten überwiegen. Dass es mehr Grund zum Lachen gibt als zum Weinen. Wir werden die gelobten Treffen wieder nicht so oft hinbekommen wie gewollt. Aber das ist okay. Hauptsache, wir bleiben dran. Und wenn einer in den Seilen hängt, dann sind die anderen für ihn da. Das ist das einzig wirklich Wichtige. Ich durfte mich bei Euch ausheulen, und wir haben zusammen geflennt. Und wir haben trotz dieses ganzen großen Haufens Mist sogar auch schon wieder laut und herzhaft miteinander gelacht. Dafür ein riesengroßes DANKE! Dieser ganze Ying-Yang-Quatsch ist offenbar wahr - es geht immer rauf und runter im Leben. Und jetzt ist endlich mal wieder Zeit für RAUF.

In diesem Sinne: verknallt bitte ein paar Euros mehr zum Jahreswechsel und verscheucht all die bösen Geister und schlechten Gedanken! Die können bleiben, wo der Pfeffer wächst oder nach China auswandern.

Ich zitiere mal einen weisen (noch lebenden) Mann:

"Die einzige brauchbare Definition von 'Glück' heißt für mich: Du bist in der Lage, dich an dem zu erfreuen, was bei dir gut läuft. Den ganzen Rest kannst du vergessen. Du kannst einen geglückten Moment erkennen und ihn auskosten. Mehr geht nicht, mehr ist nicht im Angebot. Die Suche nach dem perfekten Leben ist die sicherste Methode, unglücklich zu enden."

Lasst uns die glücklichen Momente auskosten. Es kommen sicher ein paar. Wir müssen nur genau hinschauen.

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Hier geht nix verloren!

12.12.2013 22:51

Nachdem ich heute seit Äonen mal wieder im Keller war, um auseinandergeschraubte Möbelteile dort für die nächsten 198 Jahre unterzustellen, fiel ich fast über meine beiden halbleeren Kanister! Säuberlich aufgereiht standen sie vorm Technikraum. Vielleicht sollten ja die Gucklöcher zur Temperaturanzeige fürs nicht vorhandene Warmwasser saubergeschwengelt werden, aber egal. Ich habe die schmerzlich vermissten blauen Flüschkeitn ans Herz gedrückt und ganz schnell klammheimlich wieder zurück in meine Wohnung geschmuggelt - als würde ich was falsch machen. Die Instinkte des Menschen sind wunderlich ...

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